STEINPILZ-CARPACCIO EDEL & FEIN

🍄‍🟫 STEINPILZcarpaccio – Edel & FEIN

Der Gemeine Steinpilz (Boletus edulis), auch Herrenpilz oder Fichten-Steinpilz genannt, gehört zu den begehrtesten und edelsten Speisepilzen überhaupt. Seinen Namen verdankt er seinem auffallend festen Fleisch.

Steinpilze wachsen in Symbiose mit Bäumen und lassen sich bis heute nicht einfach künstlich züchten. Vielleicht macht genau das ihren besonderen Reiz aus – man muss sie finden!

Steinpilz einmal anders – hauchdünn, zitronig, würzig und kurz angeflämmt.

Ob in der Suppe, als Sauce, Beilage, am Grill, im Risotto oder als Füllung: Der Steinpilz ist ein echtes Multitalent in der Küche. Aber als CARPACCIO? 👉 Ja! Funktioniert wirklich. Und schmeckt unglaublich gut.

Die wichtigste Zutat ist dabei eigentlich ganz einfach: richtig frische Steinpilze.

Sie sollten fest, schön und vor allem so frisch sein, dass sie sich problemlos in hauchdünne Scheiben schneiden oder hobeln lassen.

Und dann kommt der kleine Kulturfux-Trick:

🔥 Ein kleiner Bunsenbrenner ist von Vorteil!

Die Pilzscheiben werden damit kurz angeflämmt. Das gibt ihnen ein ganz besonderes Röstaroma und macht aus einem ohnehin schon feinen Gericht etwas ganz Besonderes.

Wer keinen Bunsenbrenner besitzt, kann auf die Oberhitze des Backofens ausweichen – aber Achtung: Das funktioniert nur mit hitzebeständigem, feuerfestem Geschirr.

🛒 ZUTATEN FÜR CA. 4 PORTIONEN

  • 4–8 Stück frische, kleine bis mittelgroße Steinpilze

  • 1 Stück guter Pecorino oder Parmesan, frisch gerieben

  • 8–12 Blätter frischer Basilikum

  • 1 ganze Bio-Zitrone, Abrieb und etwas Saft

  • 4–8 EL gutes Olivenöl – hier bitte nicht sparen! 😉

  • Gourmetsalz – das Bad Ischler Gourmetsalz passt für mich perfekt dazu

  • frisch gemahlener Pfeffer

Nach Lust und Laune

  • Rucola

  • Prosciutto

👩‍🍳 SO WIRD'S GEMACHT

1. Teller vorbereiten

Vier Teller vorbereiten und jeweils mit etwas bestem Olivenöl beträufeln bzw. dünn bestreichen.

2. Steinpilze hauchdünn schneiden

Die frischen Steinpilze vorsichtig putzen.

Anschließend mit einem scharfen Messer in möglichst dünne Scheiben schneiden.

Noch besser funktioniert es, wenn die Pilze schön fest sind und sich mit einem Hobel hauchdünn schneiden lassen. Aufpassen auf deine Fingerspitzen.

Die Scheiben dekorativ auf den vorbereiteten Tellern verteilen.

3. Jetzt wird's heiß! 🔥

Und hier kommt der kleine, feine Unterschied:

Die Steinpilzscheiben mit einem Bunsenbrenner kurz abflämmen.

Nicht komplett durchgaren – wir wollen vor allem dieses wunderbare, leicht geröstete Aroma auf der Oberfläche.

Das Anbrennen macht geschmacklich wirklich einen Unterschied!

Wer keinen Bunsenbrenner hat, kann alternativ die Teller kurz unter die starke Oberhitze des Backofens geben.

⚠️ Wichtig: Dafür ausschließlich feuerfestes bzw. ausdrücklich ofengeeignetes Geschirr verwenden. Teller können durch die starke Hitze springen oder zerbrechen.

4. Zitronig & würzig

Nun etwas Zitronensaft und den Abrieb der Bio-Zitrone darübergeben.

Mit bestem Olivenöl beträufeln und mit Gourmetsalz sowie frisch gemahlenem Pfeffer würzen.

Hier gilt: lieber zunächst sparsam würzen und bei Bedarf nachlegen.

5. Basilikum & Käse

Den Basilikum erst kurz vor dem Servieren in feine Streifen schneiden und über das Carpaccio verteilen, geschnittener Basilikum wird leider grau.

Zum Schluss großzügig frisch geriebenen Pecorino oder Parmesan darübergeben.

6. Optional – jetzt wird's noch luxuriöser

Wer mag, ergänzt das Steinpilz-Carpaccio mit etwas Rucola und hauchdünn geschnittenem Prosciutto.

Aber ehrlich gesagt:

Der Steinpilz braucht gar nicht viel.

Gutes Olivenöl, Zitrone, Salz, Pfeffer, ein bisschen Basilikum und Käse – mehr braucht es eigentlich nicht.

🍄‍🟫 KULTURFUX-TIPP

Für dieses Rezept gilt wirklich:

FRISCHE IST ALLES!

Je frischer und fester die Steinpilze, desto besser lassen sie sich schneiden und desto schöner wird das Carpaccio.

Und bitte nur einwandfrei bestimmte Speisepilze verwenden. Bei selbst gesammelten Pilzen sollte die Art zweifelsfrei feststehen – bei Unsicherheit lieber eine fachkundige Pilzberatung nutzen.

🔥 UND WARUM ÜBERHAUPT ANFLÄMMEN?

Weil es einfach besser schmeckt!

Die kurzen, heißen Röstaromen treffen auf den frischen, fast nussigen Geschmack des Steinpilzes. Dazu die Säure der Zitrone, gutes Olivenöl, würziger Käse und frischer Basilikum.

Ein bisschen roh.
Ein bisschen geröstet.
Und ganz schön legendär.
🍄‍🟫🔥

❤️ DAS KULTURFUX-FAZIT

Steinpilz kann Suppe.

Steinpilz kann Sauce.

Steinpilz kann Risotto.

Aber Steinpilz kann auch CARPACCIO!

Und wer es einmal probiert hat, wird den Steinpilz vielleicht mit ganz anderen Augen sehen.

Guten Appetit und viel Freude beim Nachmachen!

🦊🍄‍🟫 Euer Kulturfux

Hier die KULTURFUX-VARIANTE des Rezeptes! Es schmeckt herrlich. Ruccola würde auf jeden Fall dazu passen, war aber gerade nicht zur Hand.

GUTES GELINGEN!

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Bilder © Kulturfux